Über uns

Über uns


Das SchreibmotorikNetzwerk München wurde von Forschern und Praktikern gegründet, die seit Jahrzehnten im Bereich Handschreiben tätig sind.
Unsere Expertise stammt aus unterschiedlichen beruflichen Disziplinen, somit wird der Forschungsbereich der Schreibmotorik mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Motorik, Neurowissenschaft, Neuropsychologie, Lernpsychologie, Pädagogik und Ergonomie bestmöglich repräsentiert.

Unsere Mission

“Wir wollen fachübergreifend, fundiert und auf wissenschaftlicher Grundlage das Wissen über motorische Schreiblernprozesse und die Systematik von gekonnter Handschrift vermitteln. Wir wollen Hilfestellung bei Problemen mit dem Erwerb von Handschrift, aber auch bei möglichen Schreibstörungen bieten. Damit soll das Handschreiben insgesamt als Kulturgut gefördert werden.”

Dr. Christian Marquardt

Christian Marquardt forscht seit mehr als 30 Jahren an den motorischen Grundlagen des Schreibens mit der Hand. Er promovierte an der Fakultät für medizinische Psychologie der LMU München zum Thema der kinematischen Bewegungsanalyse. Seit 1990 war er Gründungsmitglied der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie am Klinikum München-Bogenhausen und entwickelte dort innovative Ansätze zur Bewegungsanalyse und zum Bewegungstraining. Gemeinsam mit seinem Team hat er das einzigartige Computerprogramm CSWin entwickelt, das die Motorik beim Schreiben im Detail analysieren kann. Sein fundiertes Fachwissen vermittelte er in zahlreichen Seminaren und Fortbildungen und er war Mitbegründer und wissenschaftlicher Beirat des Schreibmotorik-Instituts. Christian Marquardt gilt international als Experte für Schreibmotorik und publizierte zahlreiche Fachartikel zu den Grundlagen des Handschreibens und der Systematik des Schreibenlernens.

Karl Söhl

Karl Söhl war Leiter des Studienseminars für Sprachbehindertenpädagogik in Landshut und Mitglied in Arbeitsgruppen des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München sowie Beirat des Schreibmotorik-Instituts für methodisch-didaktische Fragen des Schriftspracherwerbs.  Für Stabilo Education veröffentlichte er praxisorientierte Grundlagenwerke zur vorschulischen und schulischen Schreibförderung. Er nutzt seine umfassende Expertise in der Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit dem Schreibanalyse-Programm CSWin als Referent in Fort- und Weiterbildungen sowie in Fachpublikationen zum Thema Schreibmotorik. Zuletzt begleitete er das einjährige Projekt “ThinkHand – KI-basiert schreibmotorische Kompetenzen ermitteln”, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und von Helliwood media&education und Science&Motion umgesetzt wurde.

Dr. Kathrin Allgöwer

Dr. Kathrin Allgöwer ist seit über 20 Jahren Physiotherapeutin (MSc.) mit Schwerpunkt Handrehabilitation und arbeitete in verschiedenen ambulanten Praxen und Kliniken. Sie promovierte an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München. In ihrer Forschungsarbeit wurden wesentliche Charakteristika feinmotorischer Leistungen bei Patienten mit unterschiedlichen neurologischen Erkrankungen (Schreibkrampf, Multiple Sklerose, und Schlaganfall) mit messtechnischen Untersuchungen zur Analyse feinmotorischer Kraftkontrolle erfasst.
Ihr praktisches und wissenschaftliches Fachwissen vermittelt sie in Vorträgen, Seminaren, Webinaren sowie zahlreichen Publikationen im Bereich der Hand- und Neurorehabilitation, in den letzten fünf Jahren insbesondere zum Thema Schreibmotorik.
Seit 2019 ist Kathrin Allgöwer neben ihrer Tätigkeit in Fortbildung und Lehre in ihrer eignen Privatpraxis „Fokus Schreibmotorik“ in der Beratung und Behandlung schreibmotorischer Störungen bei Erwachsenen und Kindern freiberuflich tätig.

Waltraud Fürholzer

Waltraud Fürholzer ist staatlich anerkannte Ergotherapeutin mit Schwerpunkt in der neuropsychologischen Rehabilitation.
Im Rahmen einer Therapiestudie (u.a. “Trainingseffekte eines motorischen Trainings bei Schreibkrampf”) der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie war sie für die therapeutische Arbeit zuständig. Dazu gehörte auch die Entwicklung und Umsetzung eines Trainings zur Rolle der Griffkräfte auf den Stift mit Audio Feedback.
Neben der therapeutischen Arbeit (Behandlung von erwachsenen Patienten mit Schreibkrampf und anderen erworbenen Schreibbeeinträchtigungen) lag der Schwerpunkt beim Mitaufbau eines Netzwerks für betroffene Patienten.
Im Rahmen zahlreicher Vorträge, Seminare und Publikationen hat sie zum anderen grundlegend über Krankheitsbild und Therapie aufgeklärt/gesprochen. Darüber hinaus war sie für die Weiterbildung von Ergotherapeut/innen in diesem Fachbereich verantwortlich.
Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit erweiterte sie ihre berufliches Spektrum auf den Bereich “motorisches Training vor und während des Schreiberwerbs” im Kinderzentrum München.
Sie beteiligt sich noch beratend am Aufbau dieser Seite.

 

Literatursammlung

  1. Allgöwer K. (2024) Assessments in der Handtherapie. In: Spies C, Quadlbauer S, Leixnering M, Unglaub F (Hrsg). Unterarm und Hand: Expertenwissen Orthopädie und Unfallchirurgie. Heidelberg: Springer (im Druck).
  2. Allgöwer K, Fürholzer W. (2019) Der Schreibkrampf – ein komplexes Geschehen. pt Zeitschrift für Physiotherapeuten. 71:86-71
  3. Allgöwer K, Fürholzer W, Hermsdörfer J. (2018) Impaired performance of patients with writer’s cramp in complex fine motor tasks. Clin Neurophysiol. 129(11):2392–2402
  4. Allgöwer K, Hermsdörfer J. (2017) Fine motor skills predict performance in the Jebsen Taylor Hand Function Test after stroke. Clin Neurophysiol. 128(10):1858–71
  5. Allgöwer K, Kern C, Hermsdörfer J. (2017) Predictive and Reactive Grip Force Responses to Rapid Load Increases in People With Multiple Sclerosis. Arch Phys Med Rehabil. 98(3):525–33
  6. Allgöwer K, Hermsdörfer J. (2012) Quantifizierung feinmotorischer Leistungen bei Patienten nach Schlaganfall. Neurologie & Rehabilitation. (6): 417–8
  7. Baur, B, Steidle, B, Fürholzer, W, Scheuerecker, J, Marquardt, C, and Hermsdörfer, J (2005) Ein motorisches Training zur Behandlung des Schreibkrampfs. Aktuelle Neurologie, 32 [Suppl. S4], p. S116
  8. Hermsdörfer J, Allgöwer K. (2011) Komplexität des Greifens: Sensomotorische Kontrolle, Kinematik und Kraftdosierung. NeuroReha. 4:156-164
  9. Hermsdörfer J, Fürholzer W, Steidle B, Marquardt C, and Baur B (2006) Normalisierung hypertonischer Griffkräfte durch ein motorisches Training bei Schreibkrampf Aktuelle Neurologie, 33
  10. Hermsdörfer J, Marquardt C, Schneider A , Fürholzer W, Baur B (2009) Pen grip force in writer’s cramp. In: Vinter A & Velay JL (Hrsg.) Advances in Graphonomics: Proceedings of the “14th Conference of the International Graphonomics Society”, Dijon/France, September 13 – 16, 2009, Imprimerie Vidonne: 185 – 189
  11. Diaz Meyer, Marianella; Fürholzer, Waltraud: Schreibfertigkeiten bei Kindern erfassen und früh fördern. Bewegung als Schlüssel zum besseren Schreiben. Praxis der Psychomotorik, 43 (2018) 3, S. 147-154
  12. Diaz Meyer, Marianella; Fürholzer, Waltraud: Lockere Schreibbewegungen und Freude am Experimentieren. Beobachten – Wahrnehmen – Ändern – Erinnern. Praxis der Psychomotorik, 44 (2019) 3, S. 48-54
  13. Mai, Norbert (1991): Warum wird Kindern das Schreiben schwer gemacht? Zur Analyse der Schreibbewegungen. Psychologische Rundschau. 42, S. 12-18. Göttingen, 1991.
  14. Mai N, Marquardt C (1994a) Treatment of writer’s cramp. Kinematic measures as an assessment tool for planning and evaluating training procedures. In Faure C, Keuss P, Lorette G, Vinter A (Eds.) Advances in handwriting and drawing: A multidisciplinary approach. (pp. 445‑461). Paris: Europia.
  15. Mai N, Marquardt C (1994b) Behandlung des Schreibkrampfs. In Scholle H, Struppler A,  Freund HJ, Hefter H, Schumann NP (Hrsg.) Motodiagnostik ‑ Mototherapie. Jena: Universitätsbuchhandlung.
  16. Mai N, Marquardt C (1995a) Schreibtraining in der neurologischen Rehabilitation. Dortmund: Borgmann Verlag.
  17. Mai N, Marquardt C (1995b) Analyse und Therapie motorischer Schreibstörungen. In Jäncke L, Heuer H (Hrsg.), Psychologische Beiträge. (pp. 538‑582). Düsseldorf: PABST.
  18. Mai, Norbert; Marquardt, Christian; Quenzel, Irmina (1997): Wie kann die Flüssigkeit von Schreibbewegungen gefördert werden? In: Balhorn, Heiko; Niemann, Heide (Hrsg.): Sprachen werden Schrift. Libelle, Lengwil, S. 222-230.
  19. Mai N, Marquardt C (1998) Registrierung und Analyse von Schreibbewegungen: Fragen an den Schreibunterricht. In Huber L, Kegel G, Speck‑Hamdan A (Hrsg.) Einblicke in den Schriftspracherwerb. (pp. 83‑99). Braunschweig: Westermann.
  20. Marquardt C (2011) Schreibanalyse. In: Nowak D A (Hrsg.) Handfunktionsstörungen in der Neurologie: Klinik und Rehabilitation. Springer-Verlag Berlin Heidelberg: 380-394.
  21. Marquardt, Christian (2016): Christian Marquardt im Gespräch mit Erika Brinkmann. In: Bartnitzky, Horst; Brinkmann, Erika; Fruhen-Witzke, Anna; Hecker, Ulrich; Kindler, Linda; van der Donk, Barbara (Hg.): Grundschrift –Kinder entwickeln ihre Handschrift. Frankfurt: Grundschulverband, Band 142, S. 45-54.
  22. Marquardt, Christian (2020): CSWIN – Computergestützte Analyse der Bewegungsabläufe beim Schreiben. Computerprogramm, Verlag Medical Computing, München, 2020.
  23. Marquardt C, Baur B & Steidle B (2004) Der Schreibkrampf – Ätiologie, Untersuchung und Therapie. In: Jahn T. & Förstl H. (Hrsg.): Bewegungsstörungen bei psychischen Erkrankungen. Springer Verlag
  24. Marquardt C, Mai N (1998) Diagnostik motorischer Schreibstörungen. Zeitschrift für Handtherapie 1/98: 23-27.
  25. Marquardt C, Mai N (1999) Therapieansatz zur Behandlung des Schreibkrampfs. Zeitschrift für Handtherapie 1/99: 12-16.
  26. Marquardt C, Mai N (2014) Schreibtraining in der neurologischen Rehabilitation (im Nachdruck). München: Verlag MedCom.
  27. Marquardt, Christian; Sattler,Barbara: Motorische Schreibleistung von linkshändigen und rechtshändigen Kindern in der 1. bis 4. Grundschulklasse. Et Reha 49. Jg., 2010, Nr. 1 und 2. Karlsbad, 2010.
  28. Marquardt, Christian; Söhl, Karl; Kutsch, Erni (2002): Motorische Schreibstörungen. In: Bredel, Ursula (Ed.), Didaktik der deutschen Sprache. Ein Handbuch Bd.1. Paderborn. Schöningh., S. 341-351.
  29. Marquardt, Christian; Söhl, Karl; Diaz-Meyer, Marianela (20…): Erfolgreiches Schreibenlernen ist in erster Linie motorisches Bewegungslernen. Schreibmotorik-Institut
  30. Marquardt, Christian; Söhl, Karl; Knopf, Julia; Schrenker, Eva; Weis, Corinna (2016): Schreibmotorik. Wissenschaftliche Grundlagen und empirische Forschungsergebnisse. In: Marquardt, Christian; Söhl, Karl: Schreibmotorik – Schreiben lernen leicht gemacht. Praxisbuch zur Ergänzung des Schreibunterrichts. Heroldsberg: Stabilo Education.
  31. Marquardt, Christian; Söhl, Karl: Schreiben lernen leicht gemacht. Praxisbuch zur Ergänzung des Schreibunterrichts, 1./2. Klasse. Stabilo Education. 2016.
  32. Marquardt, Christian; Söhl, Karl: Schreib- und Graphomotorik. Vorbereitung auf das Schreibenlernen. Praxisbuch mit kreativen und spielerischen Übungen. Vorschule. Stabilo Education. 2021, 2. Auflage.
  33. Marquardt ,Christian; Söhl,Karl: SMI KompetenzSpinne. Ein Screeningverfahren zur Erfassung der Schreibfertigkeiten von Kindern (4-7 Jahre), 2. Auflage. Heroldsberg: Schreibmotorik Institut e. V., 2018.
  34. Marquardt,Christian; Söhl,Karl: Schrifterwerb und Bedeutung der Schreibschrift. In: Bito, Helen (Ed.), Schrift und Schriftlichkeit. Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule. Heft 1-2020. Studienverlag 2020.
  35. Marquardt C, Weiss C (2015) Auf die Motorik kommt es an! Schreibmotorische Kompetenzen im Schriftspracherwerb diagnostizieren und fördern. In: J. Knopf (Hrsg.) Medienvielfalt in der Deutschdidaktik, Schneider Verlag Hohengehren: 86-95.
  36. Meiers, Kurt; Söhl, Karl: Wie schreibst du? Wie schreibe ich? Kinder vergleichen Schriften. 29 ff. In: Sache-Wort-Zahl. April 2006. Aulis Verlag
  37. Söhl, Karl: Kinder auf dem Weg zu ihrer Schrift – Diagnose als Voraussetzung didaktischer Effizienz, S. 47 ff. In: Sache-Wort-Zahl. Juli 2006. Aulis Verlag
  38. Söhl, Karl: Der Blick in die Tiefe. Computerunterstützte tiefgehende Analysen der Schrift decken Probleme beim Schreibenlernen auf und helfen diese zu lösen. In: Grundschule. Handschreiben. Westermann. 2015.
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