Schreibmotorik GRUNDLAGEN

Schreibmotorik GRUNDLAGEN

Schreibenlernen ist Schreibmotoriklernen!

Seit es die Möglichkeit der Registrierung von Handschreiben mit grafischen Tabletts und eine entsprechende Analysesoftware gibt, kann die Charakteristik von ausgeschriebener routinierter Handschrift wissenschaftlich und detailliert untersucht werden. Und die Ergebnisse sind eindeutig: Schreibenlernen ist Schreibmotoriklernen. Und das hat gravierende Konsequenzen nicht nur für die Beurteilung von Schreibproblemen, sondern auch für die Konstruktion eines funktionalen Schreiblernkonzepts generell.

Routiniertes Schreiben zeichnet sich vor allem durch die automatisierte schnelle bzw. flüssige Bewegungsausführung und durch einen gleichmäßigen Schreibrhythmus aus. Um das Scheiben mit einem gleichmäßigen Rhythmus zu ermöglichen, passen geübte Schreiber ihre Schrift bewegungsgünstig an: So werden zum Beispiel Buchstabenformen vereinfacht und die Anzahl der Drehrichtungswechsel minimiert.

Kinder, deren Schreibbewegungen noch nicht automatisiert sind und die daher auch nicht über einen gleichmäßigen Schreibrhythmus verfügen, können Schrift malen, aber sie können noch nicht schreiben. Dieses Malen von Schrift beansprucht so viel Aufmerksamkeit, dass die Kinder weder auf die inhaltliche noch auf die sprachliche Gestaltung des Textes achten können. Schreiben und damit auch die Textqualität hängen demzufolge vorrangig von der Qualität automatisierter Schreibbewegungen bzw. von der schreibmotorischen Kompetenz ab (vgl. Mai/Marquardt 1995). Wird diese nicht hinreichend gefördert, bekommen Lernende spätestens dann große Probleme, wenn sie schneller schreiben müssen. Beim motorischen Lernen und damit dem Aufbau einer Bewegungskompetenz spielen sowohl Erfolge als auch „Fehler“ in der Bewegungsausführung eine wichtige Rolle, denn: Motorisches Lernen ist die „wiederholte Suche nach einer geeigneten Lösung und nicht […] Wiederholung der Lösung“.

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Abb.: Datei 0082/V-5; zuerst normal, dann verzögert
Abb.: Monitorausschnitt (CS-Win) 

grundlagen-RoutinierteSchrift

ROUTINIERTE HANDSCHRIFT

Routiniertes Schreiben ist schnell, flüssig und scheinbar mühelos. Dieses flüssige Schreiben kann vereinfacht als eine rasche Abfolge von Auf- und Abstrichen (mit dem Handgelenk) bei gleichzeitigem Vor- und Zurückbewegen des Stifts (mit den Fingern) charakterisiert werden.

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Grundlagen_Graphomotorik

SCHREIB- & GRAPHOMOTORIK

Der Begriff Graphomotorik beschreibt die motorischen Voraussetzungen für das spätere schnellere Schreiben. Zu Beginn des Schreiben Lernens steht zunächst das langsame „Malen“ von Buchstaben. Das Erlernen einer flüssigen dynamischen Schreibmotorik ist aber kaum Gegenstand des Schreibunterrichts.

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SchreibCHECK - SaltoVerbunden

AUTOMATISIERTE BEWEGUNGEN

Im Gegensatz zu den langsamen und genauigkeitsorientierten Zeichenbewegungen stehen die von routinierten Schreibern verwendeten automatisierten, und im Detail auch nicht mehr kontrollierbaren, schnellen Schreibbewegungen.

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schreibcheck-kompetenzen

MOTORISCHES LERNEN

Motorisches Lernen entwickelt sich immer von zunächst etwas langsameren großräumigen Bewegungen hin zu immer, präziseren, schnelleren und entsprechend weniger kontrollierbaren Bewegungen. Dabei ist das Erleben der Bewegungsdynamik aber von besonderer Bedeutung.

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HANDSCHREIBEN

Anmoderation:

 

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TEST TEST TEST

Weshalb betont langsames Schreiben die Entwicklung automatisierter Schreibbewegungen hemmt und die bereits erworbenen motorischen Kompetenzen der Kinder beim Schreibenlernen stagnieren. Eine methodisch-didaktische Neuausrichtung ist der Weg.

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